Das Blumepeterfest
von

Der "Große Feuerio" Mannheim veranstaltet alljährlich für in Not geratene Bürgerinnen und Bürger, Familien und Kinder
das berühmte Blumepeterfest.

Der Feuerio Mannheim ruft am 24.09. zum Blumepeterfest 2011

Viel Spaß und gute Unterhaltung !

 

Hier ein paar Bilder vom Blumepeterfest 2009

   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   

Auf Wiedersehen beim Blumepeterfest 2010
 

Feuerio hofft auf viele Helfer

Blumepeter: In drei Wochen steigt das allein auf Spenden basierende Benefizfest
zugunsten der "MM"-Aktion "Wir wollen helfen"

Vom MM-Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

"Die ersten Spenden sind schon da!", sagt Volker Dressler - und man spürt die große Erleichterung in seiner Stimme. Denn mitten in einer Wirtschaftskrise eine Veranstaltung zu organisieren, die allein darauf beruht, dass Firmen und Privatpersonen alle "Zutaten" dafür spenden - das erfordert Mut. Aber der Feuerio hat diesen Mut.

Zum 42. Mal richtet Mannheims größte Karnevalsgesellschaft am Samstag, 26. September am Wasserturm das Blumepeterfest zugunsten der "MM"-Aktion "Wir wollen helfen" aus - und sie setzt darauf, dass ihr die Mannheimer dabei wieder so engagiert helfen wie bisher.

Erste sehr positive Signale gibt es. Die Firma Graeff-Container und ihr Transporteur, die Spedition Detmers, sowie Zeltbau Röth bauen die kleine Zelt- und Budenstadt rund um den Wasserturm, die für das Fest erforderlich ist. Und die Eichbaum-Brauerei liefert Tische, Bänke, Zapfanlagen, Schirme, Kühlgeräte und natürlich Bier - ebenso "fer umme".

Auftritte ohne Gage

"Damit steht schon einmal das Grundgerüst, ohne das es gar nicht ginge", freut sich Volker Dressler, der Vizepräsident des Feuerio. Der gesamte Elferrat unter Leitung von Präsident Bodo Tschierschke, Garde, Technik- und Wirtschaftsstab, Senatoren, Damen, Ex-Prinzen helfen mit, und Feuerio-Kultusminister Stefan Hoock hat schon mehrere bekannte Künstler gewonnen, aufzutreten, womit ein ganztägiges Programm sicher ist - ohne Gage.

"Ohne Gage" und "fer umme" - darauf beruht nämlich das ganze Fundament des Fests. Ob Hausfrauen einen (oder gern mehrere) Kuchen backen, Gastronomen dort etwas auftischen, braten oder brutzeln, Firmen Essen und Getränke liefern, Schausteller etwas beisteuern, Geschäftsleute und Kultureinrichtungen Tombolagewinne stiften, Großkonzerne sich großzügig zeigen, Kleingewerbetreibende ihr Scherflein beitragen, Künstler zum Mikrofon greifen oder Ehrenamtliche (etwa von Freiwilliger Feuerwehr, THW oder Rettungsdiensten) anpacken - es fließt kein Geld.

Erlös wichtiges Fundament

Das Blumepeterfest - das ist das große Fest der Hilfe, bei dem der Feuerio und alle Unterstützer Großes leisten, damit kleinen Leuten geholfen werden kann. Der Blumepeter, das war so ein kleiner Mann. Der Blumenverkäufer Peter Schäfer (1875-1940), körperlich und geistig zurückgeblieben, aber später zur Symbolfigur für Mannheimer Mutterwitz hochstilisiert, trug diesen Namen. 1966 hatte der "MM" zu seinem 20-jährigen Bestehen einen Blumepeter-Brunnen gestiftet. Im Jahr darauf rief der Feuerio dort ein Benefizfest ins Leben. Seither, immerhin über 40 Jahre lang, wird in seinem Namen gefeiert, um Menschen auf der Schattenseite des Lebens zu helfen.

Längst ist das Fest größer geworden als zu den Anfängen, findet daher nicht mehr rund um die Blumepeter-Figur statt, sondern am Wasserturm. Der Erlös, meist knapp 30 000 Euro, bildet das unverzichtbare Fundament für die MM"-Aktion "Wir wollen helfen", die in Not geratene, arme, alte wie junge, allein stehende oder kranke Menschen ebenso wie Familien unterstützt. Das ist in der Krise noch wichtiger als je zuvor, weshalb wir auch darauf vertrauen, dass das Fest wieder viele Spender und Unterstützer findet. Dafür schon heute: Danke!

 

Spenden-Adressen

Die Feuerio-Geschäftsstelle ist in der Fahrlachstrasse 14 in 68165 Mannheim
Tel.: 0621/44 77 00
Fax: 0621/40 60 20
Handy: 0171/5837630
E-mail: info@feuerio.de

Blumenpeter-Spendenkonto:
Sparkasse Rhein-Neckar Nord (BLZ 670 505 05)
Kontonummer: 30210026

 

Das war auf dem Blumepeterfest 2008

Am 27. September 2008 fand ab 10.00 Uhr am Mannheimer Wasserturm wieder das traditionelle Blumepeterfest statt, dessen Erlös bedürftigen Mitmenschen und den Straßenkindern in unserer Region zugute kommt. 

Gefeiert wurde zu Ehren des Mannheimer Originals und zum Wohle der bedürftigen Menschen in Mannheim.

 

Fröhliche Freiluftparty
Blumepeterfest: Sehr erfolgreiche Benefizveranstaltung des Feuerio zu Gunsten
der "MM"-Aktion "Wir wollen helfen"

Vom MM-Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Die gestiegenen Temperaturen am Samstag werden auch zu einem steigenden Erlös beim Blumepeterfest führen. "Ich bin sicher, dass wir das Ergebnis nach oben schrauben", erklärte Bodo Tschierschke, der Präsident des Feuerio. Die Karnevalsgesellschaft richtete das große Benefizfest zu Gunsten der "MM"-Aktion "Wir wollen helfen" zum 41. Mal aus.

Als die Stadt erst langsam erwacht, ist rund um den Wasserturm schon viel los. Mitglieder der Feuerio-Garde und der Feuerio-Technik sowie der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Innenstadt, schleppen Bänke, richten Schirme auf. Schon ab 7 Uhr kocht Gwendolyn Wentzlaff vom Cafe Mohrenköpfle am Kuchenstand Kaffee. "3000 Stücke haben wir", hebt sie hervor. "Und alle selbst gebacken", ergänzt Babs Huber von den "Mannemer Weibern".

"Ein Stück Tradition"

"Das wird heute sicher ein großer Erfolg, bei dem Wetter", ist Sascha Grimminger überzeugt, als sie am Morgen schaut, ob die von ihr zugesagten 5000 Brötchen auch eingetroffen sind. Und sie behält recht: "Hier muss man ja richtig nach Platz suchen", blickt sich Ernst Falkner um die Mittagszeit um, und Helmut Kratt sieht am Champagnerstand: "Da trifft sich heute die ganze Welt."

Und sie trifft sich, um zu helfen: "Dieses Fest ist ein wichtiges Stück Mannheimer Tradition", erklärt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, als er es um die Mittagszeit offiziell eröffnet. Die "MM"-Aktion "Wir wollen helfen" sei für die städtische Sozialpolitik "eine wichtige Ergänzung, die wir dringend brauchen". Dem Feuerio macht Kurz "ein ganz großes Kompliment", dass er dieses Fest "ganz perfekt organisiert - einschließlich Wetter".

"Das ist ja auch mein Hoch", sagt um die Mittagszeit lächelnd Fody Pashalidis, Inhaber der gleichnamigen Restaurantkette und großer Feuerio-Sponsor - denn tatsächlich heißt das derzeitige Hoch bei den Meteorologen "Fody". Passend dazu spielt Joachim Schäfer "Oh, Mannem is schää", alle Helfer strahlen bei noch so harter Arbeit mit der Sonne um die Wette, und Moderator Horst "Hotte" Siegholt animiert von der Bühne herab immer wieder: "Leute, kauft Lose, esst, trinkt, es ist für einen guten Zweck."

Früh ausverkauft

Dabei macht der Dampf aus den Feldküchen des Roten Kreuzes und der Reservisten oder vom Grillstand der Feuerio-Garde ohnehin viel Appetit. "Heute läufts wirklich unheimlich gut", sagt auch Ursel Eirich, die am Stand der Neckarauer Gemeinschaft der Selbstständigen (GdS) Flammkuchen verkauft: "Es kommen immer mehr junge Leute, wohl durch die Musik", beobachtet sie.

Und tatsächlich wird das Fest im Laufe des Nachmittags zur riesigen Freiluft-Party. "Let it be", singen die "Thunderbirds", doch keiner lässt das Feiern sein - im Gegenteil, auf dem Pflaster vor dem Wasserturm wird gut gelaunt getanzt, als "Just for fun" loslegt, zuvor liegen sich Pärchen bei den Schmusesongs von Naro in den Armen, und dann jubeln die Fans Claus Eisenmann zu, als er Titel seines neuen Albums "Mein Herz schlägt weiter" anstimmt.

Bereits bei den letzten Takten von "Just for fun", gegen 17.15 Uhr, sind aber die Flammkuchen ausverkauft, gleich darauf der Kuchen. Der Losstand ist bereits seit 16 Uhr geschlossen, nur die Reservisten der Bundeswehr schöpfen noch unermüdlich aus den letzten drei Behältern Erbsensuppe, als "Crypton" bereits seine Zugabe spielt. Und selbst beim Abbau, nach fast zehn Stunden Einsatz, sind die Helfer nach diesem gut verlaufenen Tag fröhlich: "Sonst mussten wir Hosen und Jacken immer erst Tage lang trocknen", erinnert sich Matthias Waldecker von der Freiwilligen Feuerwehr an viel Regen bei Blumepeterfesten.

 

Der Blumepeter ruft zum Wasserturm !

Die Region ist am 27. September beim "Blumepeterfest" rund um den Wasserturm anzutreffen, von 10 bis 18 Uhr.

Pasta und Rotwein, Bier und deftige Erbsensuppe, Lachs und Champagner, Sekt und leckeren Kuchen, eine große Tombola mit hunderten von Gewinnen (alle gestiftet) und viel Musik (Programm unten) von durchweg ohne Gage auftretenden Künstlern, eine Kletterwand vom THW und weitere Aktionen - das ist das Blumepeterfest.  

Organisiert von den Fasnachtern des Feuerio, kommt der gesamte Erlös dieses nur auf Spenden basierenden Fests der "MM"-Aktion "Wir wollen helfen" zu Gute, die in Not geratene Mannheimer unterstützt.

Natürlich auch, aber nicht nur wegen des Erlöses - würden sich alle Freunde des Blumenpeterfestes freuen, wenn wir uns am Samstag sehen!

Hier das Bühnenprogramm für den Samstag:

10.00 Uhr-11.00 Uhr 
DJ Tortellini
 
11.00 Uhr-11.10 Uhr  Eröffnung
 
11.15 Uhr-11.45 Uhr  DJ Tortellini 
                                          
11.45 Uhr-12.45 Uhr  Joachim Schäfer     
 
13.00 Uhr-13.45 Uhr   Power Ladies
 
14.00 Uhr-15.00 Uhr  Thunderbirds
 
15.00 Uhr-15.30 Uhr  Naro and friends
 
15.45 Uhr-17.00 Uhr  Just for Fun                                   
                                                              
17.15 Uhr-17.45 Uhr  Claus Eisenmann
 
18.15 Uhr- Ende        Crypton  Soul & Funk

Wir sehen uns am kommenden Samstag, de, 27.09.08 beim Blumepeterfest am Mannheimer Wasserturm. Wir freuen uns auf Euch !

 

Hier der Vor-Bericht zum Blumepeterfest 2008 von Peter W. Ragge
vom Mannheimer Morgen

Fest als Fundament der Hilfe

Blumepeter: Feuerio organisiert Großveranstaltung zu Gunsten der "MM"-Aktion "Wir wollen helfen"

Vom MM-Redaktionsmitglied Peter W. Ragge
 

Die Ferien sind zu Ende - und sofort legen die Fasnachter los. Vor der närrischen Kampagne starten Feuerio und "MM" aber eine spezielle Kampagne: Drei Wochen lang bittet der Karnevalsverein jetzt wieder täglich um Spenden, damit am Samstag, 27. September, rund um den Wasserturm das Blumepeterfest zu Gunsten der "MM"-Aktion "Wir wollen helfen" starten kann.

41 Jahre alt wird das Fest nun, das nach einem später zur Symbolfigur für Mutterwitz stilisierten armen Blumenverkäufer benannt wurde. Geändert hat sich 2006 der Termin - seither wird nicht mehr am ersten Samstag im Oktober gefeiert, weil am Tag darauf nämlich verkaufsoffener Sonntag ist. Der Feuerio rückte eine Woche vor, auf den letzten Samstag im September.

Doch es blieb stets der Grundgedanke, dass dieses Fest auf Spenden beruht. Alles, was an diesem Tag auf dem Platz gegessen und getrunken wird, was es bei der großen Blumentombola zu gewinnen oder an Musik zu hören gibt, will der Feuerio von den Spendern und Künstlern "fer umme", ohne Rechnung, ohne Gage - doch gegen Spendenquittung. So entsteht ein hoher Reinerlös, der ganz ohne Abzug von Verwaltungskosten über die "MM"-Aktion an in Not geratene, arme, alte wie junge, allein stehende oder kranke Menschen ebenso wie Familien geht, um ihr Schicksal wenigstens etwas zu lindern, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine gelassen werden.

Neue Feuerio-Geschäftsstelle

Im vergangenen Jahr kamen so immerhin über 32 000 Euro zusammen - womit das Blumepeterfest das unverzichtbare Fundament der ganzen "MM"-Aktion darstellt. Dieses Fundament zu legen, ist dem Feuerio stets eine Ehre - aber auch eine Last. Weil Mannheims größte und älteste Karnevalsgesellschaft das Motto "Mehr als nur Fasnacht" hat, stellt sie sich mit ganzer Kraft in den Dienst des sozialen Engagements. Der gesamte Elferrat mit Präsident Bodo Tschierschke an der Spitze, viele Ex-Prinzen, Garde, Technikstab, Wirtschaftsstab, Senat und Damen legen sich enorm ins Zeug - hinzu kommen viele weitere Mitstreiter außerhalb des Feuerio von der Neckarauer Gemeinschaft der Selbstständigen über die Reservisten der Bundeswehr, die Freiwillige Feuerwehr Innenstadt und das THW bis zu den "Mannemer Weibern" und Ausländergruppen, alle koordiniert von Vizepräsident Volker Dressler, dem "Mr. Blumepeter" des Feuerio, bei dem die Fäden zusammenlaufen.

Neu ist in diesem Jahr indes die Anlaufstelle - denn der Feuerio hat eine neue Geschäftsstelle. Die war bisher im Keller des Steigenberger-Hotels "Mannheimer Hof", das durch den Umbau aber einige Räume selbst brauchte und für die Fasnachter immer weniger Platz hatte. Man habe sich, so Dressler, "völlig einvernehmlich" daher etwas Neues gesucht, und dabei half Senator Rainer Dosch. Nun sitzt der Feuerio in dessen Gebäude von Corporate Express im Fahrlachgebiet. "Da haben wir viele Parkplätze vor der Tür, man kann ebenerdig anliefern, muss nicht in den Keller", so Dressler.

Nun freuen sich Feuerio und "MM"-Hilfsverein darauf, dass möglichst viele Spenden angeliefert werden - auf dass das große, einzigartige Fest der Hilfe wieder gelingt!
 

Roter Sternenregen rieselt am Wasserturm herab

Große Benefizveranstaltung des Feuerio mit Feuerwerk gekrönt /
Viele Stände früh ausverkauft

Vom MM-Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Rund um die Balustrade flackern erst weiße, dann glühend rote bengalische Feuer auf, hinter der Fassade schießen leuchtende Kugeln, so genannte "römische Lichter", empor, ehe an einem Fenster des Wasserturms eine brennende "40" aufglimmt und sich zugleich funkensprühende Blüten am Nachthimmel entfalten, worauf ein rot glitzernder Sternenregen herabrieselt - so endete es am Samstag, das 40. Blumepeterfest des Feuerio zu Gunsten der "Mannheimer Morgen"-Aktion "Wir wollen helfen".

Endete? Nein, nicht ganz. Die Mädchen der Feuerio-Prinzengarde verkaufen gegen 20 Uhr immer noch ein paar Bratwürste, am Eichbaum-Bierwagen steht weiter eine Menschentraube, während daneben aber bereits Mitglieder der Feuerio-Technik und Garde, eine Gruppe des Technischen Hilfswerks (THW) sowie Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Innenstadt Bänke zusammenklappen, Tische stapeln, Kisten umherhieven, Zelte abbauen.

Viele dieser fleißigen Helfer sieht man aber auch schon elf Stunden vorher - wenn sie genau das aufbauen, was dann abends zu demontieren ist. So sind die ersten Bänke schon besetzt, die ersten Biere gezapft, als die Feuerwehrleute mit ihrem Tanklöschfahrzeug noch die Tanks befüllen, welche der Bühne Stabilität auch bei Sturm verleihen. Das ist nötig, denn manchmal frischt der Wind an diesem Tag kräftig auf, aber er vertreibt die zeitweilig auftauchenden dunklen Wolken, und damit behält der wie stets witzig-lockere Moderator Horst "Hotte" Siegholt recht, der zur Mittagszeit sagt: "Es regnet nicht, das kann ich Euch versprechen!" "Ich habe ja gebetet, dass das Wetter hält", sagt gleich darauf Sascha Grimminger, als sie gerade vom Losstand zurückkommt, über das Fest flaniert und sich über den Andrang freut: "Ist doch toll, Mannheim lebt."

Und wie es lebt! Um 10.10 Uhr, zehn Minuten nach dem offiziellen Verkaufsbeginn, ist die Schlange am Losstand immerhin 17 Meter lang - was die Ex-Prinzen nicht daran hindert, mitten im Trubel mal schnell mit Sekt anzustoßen und die Feuerio-Hymne "Es brennt" anzustimmen.

Gegenüber hat sich erstmals die Bäckerinnung platziert, die mit Butter und Schmalz bestrichene Brote anbietet. "Letztes Jahr sind wir 125 Jahre alt geworden, Mannheim jetzt 400, das Blumepeterfest 40 - Grund genug, hier zu stehen und sich sozial zu engagieren", so der stellvertretende Obermeister Peter Kapp. Und weil die Resonanz "sehr, sehr positiv" sei, "sind wir sicher nicht das letzte Mal dabei", sagt er.

Und nicht nur hier ist die Resonanz so positiv: Ob am Losverkauf, den Kassen, der Erbsensuppe - am frühen Vormittag sieht man überall Warteschlangen. "Bei uns standen schon ab 9.30 Uhr die Leute", berichtet Obergefreiter Seyfarth, einer der 20 Helfer von der Reservistenkameradschaft Mannheim der Bundeswehr, deren Vorsitzender Ronald Beger ergänzt: "Die Leute mit Tupperschüssel und Henkelmann kommen früh." Derweil singen auf der Bühne Ella Fitzgerald, Tina Turner und Aretha Franklin - oder doch nicht? Es ist Christian Stukering, dessen Stimme diese ungewöhnliche Höhe erreicht. Als danach Joachim Schäfer mit vertrautem Ton "Oh, Mannem is schäää" anstimmt, da ist es wirklich herrlich, strahlender Sonnenschein über dem Platz und eine 28 Meter lange Warteschlange an der Gewinnausgabe, während Heinz Dingeldein vom Feuerio-Vorbereitungsteam, der in einer Kasse sitzt, aufatmet: "Heute flutscht's, da hat sich all die Arbeit gelohnt."

Es flutscht so, dass mancher, der der Band "Crypton" und ihren Steve Wonder-Hits lauscht, zu spät kommt. Denn als dann die Band "69" den Titel "Let's have a Party" anstimmt, ist an zwei Ständen die Party schon vorbei. Lachs und Truthahn sind um 14 Uhr ausverkauft, über 1800 Stück Kuchen am Stand der "Mannemer Weiber" gegen 15 Uhr. "Im letzten Jahr war es viel später", weiß Gwendolin Wenzlaff vom Café "Mohrenköpfle" noch. Um 16 Uhr können die Leute auch an den Tischen Platz nehmen, wo vorher die Lose verkauft wurden - die Ex-Prinzen melden "ausverkauft", so früh wie lange nicht mehr. Am Flammkuchenstand der Neckarauer Gemeinschaft der Selbstständigen (GDS) und an der Cocktailbar vom Rheingoldhallen-Restaurant "Rally's" entschließt man sich, Nachschub zu holen. Die Pastaspezialitäten der Italiener sind um 17 Uhr alle, ebenso das Gyros beim Roten Kreuz, bald auch die Erbsensuppe, aber für das ganze Fest gilt, was Claus Eisenmann - erstmals in Mannheim mit seiner Band! - singt: "Mein Herz schlägt weiter . . .".

Auch das Fest geht weiter, am Wein- und Champagnerstand zum Beispiel. Einerseits schenken Helfer noch aus, andere bereiten diskret schon den Abbau vor. "Ich bin stolz und gerührt", sagt der langjährige "MM"-Herausgeber Rainer von Schilling da, der als erster Vorsitzender des "MM"-Hilfsvereins das immense Engagement des Feuerio und aller Mitwirkenden seit vier Jahrzehnten würdigt. "Was wären wir ohne Eure Hilfe? Vielen, vielen Dank an alle!"

Und während dann die Peter Maffay Fake-Band loslegt und "über sieben Brücken" geht, geht Thomas Winter die Stufen zum Wasserturm hinauf. Rund 1200 Meter Zündkabel verlegen der freie Pyrotechniker der Friedberger Firma Magic Heaven und seine drei Helfer, und auf ein Signal von Moderator Horst Siegholt endet das Fest dann so spektakulär wie noch nie.

 

Und hier ein paar fotografische Eindrücke vom Blumepeterfest
vergangener Jahre am Mannheimer Wasserturm

Bilder von Sascha Holzhauser
JOKUS-P
R Mannheim

Am letzten Wochenende im September steigt das berühmte Blumepeterfest.

Die Kurpfalz ehrte den Blumepeter und sorgte für volle Kassen für einen guten Zweck !

Alle Biertische waren bis auf den letzten Platz besetzt mit lustig feiernden Kurpfälzern.

Wer gut feiern will, muss auch gut essen !

Hier trifft man die Kurpfälzer Prominenz... ...und hier hört man vertraute Kurpfälzer Klänge
Die Festmeile füllt sich.... ....und die ersten Fangruppen versammeln sich vor der Bühne
Mannheimer Künstler und Bands von "Just for Fun" über Klaus Eisenmann bis zu "Joachim Schäfer" stellen sich "fer umme" (umsonst) in den Dienst der guten Sache ................. ..............und sorgen an diesem Tag auf der Blumepeter-Show-Bühne für ein tolles Rahmenprogramm und Kurzweil auf dem Festplatz vor dem Mannheimer Wasserturm.
Junge und jung gebliebene Kurpfälzer flanieren in der Sonne derweil tönt der Wasserturm-Boogie von der Bühne und sorgt für rhytmisches Zucken in den Beinen.
Ob auf der Flaniermeile.... .....oder beim Kinderschminken, man amüsiert sich köstlich.
Köstliche Steaks und Bratwürste..... alles für den guten Zweck gestiftet findet reißend Absatz.
Die Sonne verwöhnt die Kurpfalz..... .... an diesem Festwochenende mit 24 Grad.
Ein buntes Bild vor dem Wasserturm und die Fontänen tanzen zur Musik.
Groß war der Andrang bei der Bonausgabe. Die Reservistenkameradschaft Mannheim war für die Ausgabe ........
.......der traditionellen Blumepeter-Erbsesupp zuständig. Wann gibt es schon mal wieder solch einen deftigen Eintopf, direkt von den Profis.
Wo gibt es so etwas noch einmal. Essen, trinken und Fröhlichkeit für einen guten Zweck !
Der Wasserturm schmunzelte seinen Kurpfälzern bei ihrem bunten Treiben zu. Hier trifft sich alles was Rang und Namen hat. Und so gerät schon mal der Wasserturm vor Hochstimmung in Schieflage.
Der Feuerio legt sich voll ins Zeug... und der Erfolg gibt ihm Recht !
Boppes an Boppes sitzen die Kurpfälzer.... .... und tun nicht nur feiern, sondern auch Gutes.
Und nach dem Fest gab es natürlich wieder .... ........lange Schlangen vor der Tombolaausgabe.
Der Rosengarten Mannheim liegt und die Fontänen tanzen in der Sonne.
Ein Traumwochenende für Jedermann an diesem 30. September 2006
Voller Lebenslust sprudelten die Wasserspiele...  ...in einer der schönsten Jugendstilanlagen Europas.

Das Wasser plätschert über die Stufen...

....und die Fontänen zeigen ihre ganze Pracht zu Ehren des Blumenpeter.

Viele Ex-Prinzen des Feuerio stellten sich in den Dienst der guten Sache und sorgten für einen reibungslosen Ablauf beim Losverkauf.

Stadtprinzen legte selbst mit Hand an und verkaufte Lose bei der großen Tombola

Fröhliche Mienen bei Besuchern und Veranstaltern
und volle Kassen für den guten Zweck.

Allen Helfern, dem "Grossen Feuerio", den zahlreichen Musikern, Spendern 
und Sponsoren sei an dieser Stelle für ihr beispielloses Engagement 
recht herzlich gedankt.

Das nächste Blumepeterfest
findet
Ende September 2010
ab 10.00 Uhr am Mannheimer Wasserturm statt !
Jetzt schon einplanen ! Sie sollten es sich nicht entgehen lassen !

Was sind die Hintergründe des Blumenpeterfestes ?
Hierzu schrieb der Mannheimer Morgen in einer Sonderbeilage des MM 125 Jahre Dr. Haas

Blumepeterfest als Basis

Hervorzuheben ist schließlich das immense Engagement des Fasnachtsvereins Feuerio, vieler Mitstreiter und Firmen, die das Blumepeterfest erst möglich machen und mit dessen Reinerlös sie einen wichtigen Teil der Jahreseinnahmen des Hilfsvereins beisteuern.

 

Begonnen hatte alles 1966, als der Mannheimer Morgen" zu seinem 20-jährigen Bestehen den Mannheimern einen Brunnen und die bronzene Blumepeter- Plastik stiftete, die zunächst auf dem Gockelsmarkt in N 4 platziert war. Im Jahr darauf wurde von den Feuerianern Dr. Kalu Schmeißer und Hermann Fischer die, wie es im ersten Text des "MM" dazu hieß, "nebelhafte Idee" eines
Blumepeterfests rund um die Bronzep
lastik geboren, das von den Karnevalisten ehrenamtlich ausgerichtet wird, nur auf Spenden basiert und dem "MM" - Hilfsverein Einnahmen bescheren sollte. Genau 2749,47 Mark blieben übrig.

 

Inzwischen steigt das Fest am Wasserturm, hat sich der Reinerlös fast verzwanzigfacht. Die Spender legen stets den Grundstein, um nicht allein Menschen bei besonderen Notlagen unter die Arme greifen zu können. In der Vorweihnachtszeit gilt das besondere Augenmerk des "MM" - Hilfsvereins Mädchen und Jungen aus armen Familien ebenso wie einsamen, älteren Männern und - meist - Frauen, die nur eine karge Rente erhalten. r sie packt der "MM" zu Weihnachten Pakete mit Lebensmitteln oder Spielzeug - bewusst kein Bargeld, sondern sichtbare, fühlbare Zeichen, dass die Gemeinschaft an ihrem Leben, ihrem Schicksal Anteil nimmt. Die Pakete werden sehnsüchtig erwartet, oft fließen Tränen der Rührung' wenn sie abgegeben werden.

 

"Es sind schon ziemlich arme Leute, da sieht man, dass sie nicht viel haben, und trotzdem wollen sie uns oft noch einen Apfel oder etwas zu Essen mit auf die Fahrt geben", berichtete mal einer der Fahrer, die für den Hilfsverein Weihnachtsmann spielen, und bekftigte: "Unsere Hilfe kommt definitiv richtig an". Über mehr als 200 000 Euro pro Jahr an Spendengeldern kann die "MM" -Aktion meist verfügen, damit zur Weihnachtszeit über tausend Menschen beschenken, im Lauf des Jahres im 140 bis 150 Fällen helfen. 380 Anträge wurden im vergangenen Jahr auch abgelehnt, denn Hilfe bekommt nur, wer der Hilfe bedarf. Das war und bleibt Grundsatz von "Wir wollen helfen".